Let’s Talk Greenovation: Warum Biodiversität mehr als Naturromantik ist

Im Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis wurde deutlich, welche Ursachen hinter dem Artenverlust stehen und warum Biodiversität weit mehr ist als ein abstraktes Umweltthema.

17.06.2026 — Lesezeit: 4 min

Bild aller Speaker des Abends

Warum betrifft uns der Rückgang der Artenvielfalt ganz konkret? Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung Let’s talk Greenovation im Trafo-Haus im brigk, Gründerzentrum in Ingolstadt. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass Biodiversität weit mehr ist als ein abstraktes Umweltkonzept – sie bildet die Grundlage funktionierender Ökosysteme und damit unserer eigenen Lebensbedingungen.

Moderiert von Dr. Matthias Roßmann brachte der Abend Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis zusammen und eröffnete einen Dialog über Ursachen, Auswirkungen und mögliche Lösungsansätze im Umgang mit dem Verlust der Artenvielfalt.

Evolutionsbiologe Professor Glaubrecht machte deutlich, wie entscheidend Biodiversität für die Stabilität von Ökosystemen ist. Anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigte er auf, dass insbesondere der Verlust von Lebensräumen eine der zentralen Ursachen für das Artensterben darstellt. Gleichzeitig wurde klar: Der Mensch ist Teil dieser Systeme – und damit unmittelbar von ihrem Zustand betroffen.

Diese Perspektive wurde durch Thomas Aumer vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz ergänzt. Anhand konkreter Beispiele veranschaulichte er, wie Artenschutz in der Praxis umgesetzt wird und welche Maßnahmen bereits heute Wirkung zeigen können. So wurde deutlich, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungsansätze übersetzen lassen.

Im Verlauf des Abends zeigte sich ein gemeinsames zentrales Verständnis: Der Mensch ist sowohl Teil des Problems als auch Teil der Lösung. In der anschließenden Diskussion wurden Ansätze für eigenes Handeln aufgezeigt und die Notwendigkeit betont, bestehende Strukturen und Lebensräume weiterzuentwickeln und nachhaltiger zu gestalten.

Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Biodiversität kein fernes Thema ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für stabile Lebensräume – und damit auch für unsere eigene Zukunft.