Moderne Umwelttechnik | Talking Trees Projekt mit Audi Umweltstiftung

Das Eichenwaldprojekt geht online. Die Audi Stiftung für Umwelt stattet Eichen mit intelligenter Messtechnik und Sensorik aus, um die Wechselwirkung zwischen Bestandsdichte und der Ökosystemleistung der Bäume zu untersuchen.

13.07.2018 Lesezeit: 7 min

Die Audi Stiftung für Umwelt pflanzte vor zehn Jahren rund 36.000 Stieleichen zu Forschungszwecken im Köschinger Forst und hat es sich zum Ziel gesetzt, Wälder gesünder und nachhaltiger zu machen. Nun werden diese Eichen mit intelligenter Messtechnik, modernen Umwelttechnikverfahren und entsprechender Sensorik  ausgestattet. So können unter anderem aktuelle Witterungsbedingungen, Wachstum und Wasserverbrauch sowie der Wasserstress der Bäume und des Bestandes in unterschiedlichen Dichtestufen der Nelderfläche bestimmt werden.

 

Die Messergebnisse werden auch für die Öffentlichkeit aufbereitet und sind in Kürze online abrufbar. Das Projekt zeigt, wie moderne Umwelttechnik ideal genutzt werden kann.

Gesunde Wälder durch Unterstützung von Managern aus der Audi-Produktion

Teamwork wird bei Audi groß geschrieben: Im Rahmen eines internen Workshops statteten Albert Mayer, Audi-Werkleiter am Standort Ingolstadt, und seine erste Führungsebene die Eichen mit entsprechenden Sensoren aus und sorgten für die notwendige Infrastruktur. Dazu verlegten sie die erforderlichen Kabel, installierten die Messgeräte und nahmen gemeinsam mit Vertretern der TU München die Messstation in Betrieb.

Batteriespeicher nutzen

Die AUDI AG stellt für das Stiftungsprojekt „Talking Trees“ einen Batteriespeicher zur Verfügung, der von sechs Batteriemodulen eines Audi Q7 e-tron-Erprobungsfahrzeugs mit Energie versorgt wird. Der Batteriespeicher im Eichenwald ist etwa 1,30 Meter hoch und wiegt rund 150 Kilogramm. Solarpanels laden ihn mit Energie auf und stellen sicher, dass die ganze Messstation über das Jahr mit Strom versorgt wird.

Alexander Kupfer (Mitte) von der Nachhaltigen Produktentwicklung bei Audi erklärt die Funktionsweise des Batteriespeichers, der vor Ort im Eichenwald die Messtechnik mit Energie versorgt. Mit im Bild: Albert Mayer, Audi-Werkleiter Standort Ingolstadt (links) und Dr. Rüdiger Recknagel von der Audi Stiftung für Umwelt (rechts).
Alexander Kupfer (Mitte) von der Nachhaltigen Produktentwicklung bei Audi erklärt die Funktionsweise des Batteriespeichers, der vor Ort im Eichenwald die Messtechnik mit Energie versorgt. Mit im Bild: Albert Mayer, Audi-Werkleiter Standort Ingolstadt (links) und Dr. Rüdiger Recknagel von der Audi Stiftung für Umwelt (rechts).

Umweltprojekte für eine nachhaltige Zukunft

Der Eichenwaldspeicher ist nur eines von verschiedenen 2nd-Life-Projekten, in denen Audi prüft, wie Alt-Batterien in stationäre Energiespeicher umgewandelt werden können. Die Audi-Batterien sind als Herzstück der elektrifizierten Audi-Modelle durch und durch auf Premiumqualität, Sicherheit und für ein gesamtes Fahrzeugleben ausgelegt. Da sie nach ihrer Nutzung im Auto voraussichtlich noch über einen Großteil ihrer Kapazität verfügen werden, untersucht Audi in mehreren Forschungsprojekten, wie sie nach ihrem Autoleben sinnvoll eingesetzt werden können. Dabei legt Audi Wert auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, da Batterien das teuerste Bauteil eines Elektroautos sind. Beim Recycling verfolgt Audi grundsätzlich die Vision einer Kreislaufwirtschaft gerade für wertvolle Rohstoffe.

Dr. Thomas Rötzer (rechts) vom Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TU München, erklärt Dr. Rüdiger Recknagel von der Audi Stiftung für Umwelt (links) und Albert Mayer, Audi-Werkleiter Standort Ingolstadt (Mitte), wie die Sensoren funktionieren, die nun an zehn Eichen befestigt sind und aussagekräftige Messwerte an die Wetterstation liefern.
Dr. Thomas Rötzer (rechts) vom Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TU München, erklärt Dr. Rüdiger Recknagel von der Audi Stiftung für Umwelt (links) und Albert Mayer, Audi-Werkleiter Standort Ingolstadt (Mitte), wie die Sensoren funktionieren, die nun an zehn Eichen befestigt sind und aussagekräftige Messwerte an die Wetterstation liefern.