NaturVision Filmfestival – Audi Stiftung für Umwelt fördert Kurzfilmpreis

Mehr als zehn Filmpreiskategorien zählt das NaturVision Filmfestival – für den Kurzfilmpreis, ist die Audi Stiftung für Umwelt mitverantwortlich.

17.07.2021 Fotos: NaturVision
Lesezeit: 1 min

Das Ziel: Die Schönheit der Natur mit Umweltfilmen auf die Leinwand bringen

Gemeinsam mit dem NaturVision Filmfestival schreibt die Audi Stiftung für Umwelt einen Kurzfilmpreis aus. Die Schönheit der Natur auf die große Leinwand bringen, die Verletzlichkeit unserer Welt zeigen, Umweltbildung vermitteln und von neuen, hoffungsvollen Lösungsansätzen für Umweltprobleme wie den Klimawandel oder mangelnde Biodiversität berichten – all das möchte und schafft das NaturVision Filmfestival. NaturVision ist eines der herausragenden Natur- und Umweltfilmfestivals in Europa und begeistert seit 2002 Besucher mit seinem vielfältigen Programm und Regie auf höchstem Niveau.

Jährlich wechselndes Kurzfilmpreis Motto beim NaturVision Filmfestival

Beim Wettbewerb des Filmfestivals werden jedes Jahr herausragende Werke in mehr als zehn Filmpreiskategorien prämiert, darunter der Nachhaltigkeitspreis, der Kinderfilmpreis, der Kamerapreis, der Sonderpreis sowie der Publikumspreis. Seit 2018 gibt es beim NaturVision Filmfestival auch eine Wettbewerbskategorie für Kurzfilme, die sich aktuellen Umweltfragen widmet. Das Thema des NaturVision Kurzfilm-Preises wird jedes Jahr neu festgelegt.

Die Gewinnerfilme

2021: Those in Grass Houses
Vogel auf der Suche nach Nestbaumaterial

Der Film von Christian Lawes zeigt das komplexe und faszinierende Leben des Siedelwebers – einer der interessantesten Vögel im Süden Afrikas. Er baut die größten Nester der Welt, sie umhüllen die südafrikanischen Akazienbäume. In diesem komplexen Nestsystem leben mehrere Generationen dieser Spezies, die sowohl internen Konflikten als auch äußeren Bedrohungen standhalten muss.


„Those in Grass Houses“ vermittelt laut Jury dramatische und humorvolle Einblicke in die Kolonie und eine klare Botschaft: Gemeinsam ist man stark! Dabei besticht die filmische Gestaltung durch ihre gewaltigen, in Cinemascope gedrehten Bilder und eine pointierte Musik, so die Jurybegründung.

2020: Traces
Pferd bei der Arbeit mit Holz im Wald

Der Film „Traces“ des belgischen Regisseurs Sébastian Pins aus dem Jahr 2019 erzählt die Geschichte eines Holzfällers tief in den Ardennen, der mit seinem Pferd im Wechsel der Jahreszeiten seiner Arbeit nachgeht.


Über den Jahresverlauf zeigt er aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens, wie der alte Mann sich um einen Kiefernwald kümmert und mit seinem Pferd gefällte Bäume aus Winkeln transportiert, die Maschinen nicht erreichen können. So vermeidet er, dass gesunde Kiefern gefällt werden müssen, um Transportwege zu schaffen und schont damit den Teil des Waldes.

Der Kurzfilm zeigt die heutige Jugend als treibende Kraft bei der Bewahrung der Wälder und feiert die Symbiose von Mensch, Tier und Wald.

2019: Kreislauf statt Kollaps – Die Natur macht‘s vor
Arbeiter vor einem Müllberg

Das Motto des Kurzfilmwettbewerbs 2019 ist „Kreislauf statt Kollaps – Die Natur macht‘s vor.“ In der Natur gibt es keinen Müll. Alles ist Teil eines andauernden Kreislaufs. Dieser Logik folgt auch das Prinzip Cradle to Cradle®: Statt unsere Natur durch Ausbeutung von Ressourcen und unter Bergen von Abfall zum Kollabieren zu bringen, soll mit einer Kreislaufwirtschaft kein Müll mehr erzeugt werden, sondern aus abgenutzten / ausrangierten Produkten / Teilen neue Wertstoffe erzeugt werden. Das Spektrum reicht von Recycling, Upcycling, Sharing Economy und vorausdenkender Produktentwicklung bis hin zur Frage, wie sich der C2C- Ansatz auf Architektur und Städtebau übertragen lässt.

2018: Die (Un-) Endlichkeit des Plastiks
Plastik unter Wasser

Zum Kurzfilmwettbewerb 2018, unter dem Motto „Die (Un-) Endlichkeit des Plastiks“, haben die Filmschaffenden eine Vielzahl von spannenden und anregenden Filmen eingereicht, die sich mit der Thematik und der Problematik von Plastik und der Umwelt auseinandergesetzt haben.

 

Gewinner der Kurzfilmkategorie im Jahr 2018 war der Niederländer Dave Hakkens mit seinem Film „Precious Plastic – The Story Behind“. Der Film begleitet Dave Hakkens bei der Entwicklung seines Projekts „Precious Plastic“, das 2013 im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der Design Academy Eindhoven begann. Angefangen bei der Idee, über die ersten Versuche eine Recyclingmaschine zu bauen und die Auswahl des passenden Plastiks, bis hin zu vielen nachgebauten Maschinen und der Entstehung unterschiedlichster Recycling Produkte. Das eigentliche Ziel bestand darin, auf die weltweite Plastikverschmutzung aufmerksam zu machen und eine Maschine zu entwickeln, mit der jeder überall Plastik recyceln kann. Mittlerweile besteht die „Precious Plastic- Community“ aus Hunderten von Menschen, die das Projekt unterstützen und /oder eine Recycling-Maschine nach Dave Hakkens Anleitung gebaut haben und Gebrauchsgegenstände und Kunst aus dem Recyclingplastik herstellen. Andere Nominierte der Kurzfilmkategorie im Jahr 2018 waren unter anderem Thomas Frick mit „Die Beerdigung“, Anna Brass mit „Rio im Müll“ und Andreas Tanner mit „It’s a Plastic World“.