Klimaschutz geht alle an: Schüler_innen simulieren UN-Klimakonferenz

Ein zentrales Anliegen der Umweltstiftung sind Aktionen im Bereich Umweltbildung. So bot die Stiftung einigen Schulklassen aus Ingolstadt und Umgebung die Möglichkeit, kostenlos an einem Planspiel teilzunehmen, in dem eine echte UN-Klimakonferenz nachgestellt wird.

08.07.2021 Lesezeit: 1 min

Zum Schuljahresende befassten sich rund 300 Schüler_innen aus Ingolstadt und Kösching in einer von der Umweltstiftung geförderten Klimakonferenz-Simulation mit der Herausforderung, die Erreichung des Klimaschutzziels zu verhandeln. Ziel war es, wie in der Realität, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf möglichst unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

 

Der mit der Durchführung beauftragte Multivision e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Schulbildungsveranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Ökologie, Demokratie und Menschenrechte organisiert, um die politische und gesellschaftliche Bildung von Jugendlichen zu fördern.

Als Einführung erhielten die Schüler_innen alle Fakten zur gegenwärtigen Entwicklung des Klimas. Anschließend wurden sie in sechs Ländergruppen aufgeteilt und informierten sich anhand des bereitgestellten Materials über die Ziele und Positionen, die sie in ihrer jeweiligen Rolle vertreten sollten. Die zu bewältigenden Aufgaben: eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe für viel oder wenig Klimaschutz festlegen, Entscheidungen für eine Politik im Bereich der Entwaldung und des Landverbrauchs treffen und die Einrichtung eines Klimafonds. Die erarbeiteten Ziele gaben sie in ein Tool zur Prognose der daraus resultierenden Klimaentwicklung ein und machten diese so sichtbar.

In der anschließenden Besprechung der Ergebnisse wurde offensichtlich, dass das Klimaziel schwer zu erreichen ist. Daher folgten noch weitere Runden, wo Lösungswege und Strategien zur Zielerreichung diskutiert wurden. Die Teilnehmenden erlebten, dass unterschiedliche Interessen der Länder miteinander verhandelt werden müssen, dass Klimaschutz Geld kostet und politische Maßnahmen oft schwer durchzusetzen sind. Aber auch, dass unabhängig von den politischen Rahmenbedingungen jeder einzelne Mensch durch sein Verhalten zum Klimaschutz beitragen kann.

In einer Nachbereitung der Simulation konnten die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus dem Rollenspiel diskutieren und sowohl ihre persönliche Verpflichtung zum Handeln als auch ihre Forderungen an die Politik wurden formuliert. Die jungen Leute waren sich einig, dass Klimaschutz oberste Priorität haben muss für das Überleben künftiger Generationen und dass dafür auch eine Änderung des Lebensstils jedes und jeder Einzelnen erforderlich ist.