Klimaschutz geht alle an: Schüler_innen simulieren UN-Klimakonferenz

Wie kann es gelingen, die Erhöhung der Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf unter zwei Grad zu begrenzen? Dieser anspruchsvollen Aufgabe stellten sich auch in diesem Jahr wieder Schüler_innen an Ingolstädter Schulen und Azubis der AUDI AG. Sie erhielten die Gelegenheit, sich am von der Audi Stiftung für Umwelt finanzierten und vom Verein „Multivision“ durchgeführten Planspiel „Klimakonferenz-Simulation“ zu beteiligen.

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Wie im vergangenen Jahr bot die Audi Stiftung für Umwelt wieder einigen Schulklassen aus Ingolstadt und Umgebung und einer Gruppe von Auszubildenden der AUDI AG die Möglichkeit, kostenlos an einem Planspiel teilzunehmen, in dem eine echte UN-Klimakonferenz nachgestellt wird. Sie sahen sich mit der Herausforderung konfrontiert, das Ziel des Pariser Abkommens der UN-Klimakonferenz von 2015 umzusetzen: den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf möglichst unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Durch die Veranstaltung führte der gemeinnützige Verein Multivision e.V.

Als Einführung erhielten die Schüler_innen alle Fakten zum gegenwärtigen Ausmaß des Klimawandels. Anschließend wurden sie in sechs Ländergruppen aufgeteilt und informierten sich anhand des bereitgestellten Materials über die Ziele und Positionen, die sie in ihrer jeweiligen Rolle vertreten sollten. Die zu bewältigenden Aufgaben: eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe zum Schutz des Klimas festlegen, Entscheidungen für eine Politik im Bereich der Entwaldung und des Landverbrauchs treffen und die Einzahlung in einen weltweiten Klimafonds. Die erarbeiteten Ziele wurden in ein Tool zur Prognose der daraus resultierenden Klimaerwärmung eingetragen und machten diese so sichtbar.

In der anschließenden Besprechung der Ergebnisse wurde offensichtlich, dass das Klimaziel von zwei Grad schwer zu erreichen ist. Daher mussten noch weitere Verhandlungsrunden folgen, wo Lösungswege und Strategien zur Zielerreichung diskutiert wurden und nationale Egoismen überwunden werden mussten, um gemeinsam für das Klimaziel zu arbeiten. Die Teilnehmenden erlebten, dass unterschiedliche Interessen der Länder miteinander verhandelt werden müssen, dass Klimaschutz Geld kostet und politische Maßnahmen oft schwer durchzusetzen sind. Aber auch, dass unabhängig von den politischen Rahmenbedingungen jeder einzelne Mensch durch sein Verhalten zum Klimaschutz beitragen kann.

In einer Nachbereitung der Simulation konnten die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus dem Rollenspiel diskutieren und sowohl ihre persönliche Verpflichtung zum Handeln als auch ihre Forderungen an die Politik formulieren. Die jungen Leute waren sich einig, dass Klimaschutz oberste Priorität haben muss für das Überleben künftiger Generationen und dass dafür auch eine Änderung des Lebensstils jedes und jeder Einzelnen erforderlich ist.